Ein Stück Geschichte
Die East Side Gallery (http://www.eastsidegallery-berlin.de/) ist mit ihren 1316 Metern die längste Open Air Gallery der Welt und gleichzeitig ein Stück der Hinterland-Mauer, als Fragment der Grenzanlage der Berliner Mauer. Im Frühjahr 1990 verzierten 118 Künstler aus 21 Ländern die Ostseite der Mauer mit knapp 100 Kunstwerken, welche die Stimmung des Umbruchs wiederspiegelten. Seit 1991 steht dieser Mauerabschnitt unter Denkmalschutz und wurde seitdem diversen Sanierungsmaßnahmen unterzogen und zählt zu einem der beliebtesten Berliner Sehenswürdigkeiten.
Im Laufe der Jahre…
Durch Witterung und ungenehmigte Graffitis ist die East Side Gallery sehr zum Bedauern vieler Besucher im Laufe der Jahre natürlich immer wieder stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Aus eben diesem Grund kam es fortlaufend zu weit reichenden Sanierungsmaßnahmen, bei denen unter anderem einige der Kunstwerke restauriert und mit einem Speziallack versehen wurden. So sollten die uniquen Gemälde geschützt werden und leichter zu reinigen zu sein. Bei der letzten Sanierung in den Jahren 2008/2009 wurden alle zu dem Zeitpunkt noch lebenden Künstler nach Berlin eingeladen, um ihre einzigartigen Kunstwerke ein zweites Mal auf der Mauer zu verewigen – doch leider kamen nur 87 diesem Angebot nach. Acht Künstler sahen sich gar in ihren Urheberrechten verletzt und protestierten aus diesem Grund gegen die Sanierung.
Geschichte zum Fühlen
Die East Side Gallery verbindet ein Stück reale, fühlbare Geschichte mit den Emotionen der damaligen Zeit – einer Zeit des Umbruchs, der Hoffnung und neu erlangter Freiheit. Die Künstler von damals atmeten auf und verliehen ihren Gefühlen eine Leinwand – die man auch heute noch bestaunen kann. Ihre einzigartige Message hat sich bis heute nicht geändert: viele Künstler, viele Nationen, viele Sichtweisen – und doch sprechen sie alle die gleiche Sprache. Ein Stück Geschichte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, um Kunst zu erleben und zu fühlen.

