Wenn die Straße zur Leinwand wird
Egal wie, egal wo und egal wann. Streetart-Künstler hinterlassen ihre künstlerischen Werke immer genau da, wo sie wollen. Das kann dann schon mal die Wand am Nachbarhaus sein, der Stromkasten um die Ecke oder der Asphalt in der Fußgängerzone. Das Prinzip der Streetart ist eigentlich ganz einfach: Kunst in der Öffentlichkeit. Das bedeutet, dass die Künstler ihre Werke nicht in ihrem Atelier anfertigen und man sie nur im Museum bewundern darf, sondern sie werden in der Öffentlichkeit angefertigt und dieser zur freien Betrachtung dargeboten, was nicht immer auf Begeisterung stößt.
Die Vielfalt der Straße
Denn so einfach das Prinzip auch ist, umso vielfältiger sind die Orte, wo ein solches Kunstwerk hinterlassen wird. Neben den Straßen und Hauswänden, dürfen auch Laternen, Ampeln oder Müllbehälter dran glauben. Auch bei der Technik scheint es keine Grenzen zu geben. Ähnlich wie bei Graffiti werden auch Spraydosen benutzt, dafür auch noch weit aus mehr. Mit Malerrollen, Pinseln, Textmarkern oder Postern wird den öffentlichen Gegenständen der Stadt ein neues Gesicht verliehen.
Warum Streetart?
Für viele Künstler, die sich durch Streetart äußern steht vor allem der Faktor Spaß im Vordergrund. Ähnlich wie beim Graffiti, das man in vielen Fällen von der Streetart nicht trennen kann, steckt für die Künstler der Spaß darin, das eigene Umfeld nach eigenen Vorstellungen zu gestalten, sei es nun eher anarchistisch oder kreativ. Dennoch steckt in einigen Kunstwerken, die auf solche Weise hervorgebracht werden, ein gesellschaftskritischer Inhalt, der sich meist gegen den Kapitalismus und die Konsumgesellschaft richtet. Für andere Künstler hingegen ist der Ausdruck weniger wichtig, da das Medium der Streetart schon Ausdruck genug ist und sich gegen die öffentliche Ordnung stellt.

